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Bildung und Berufsausbildung

NIGER - Dosso

Instandhaltung des SOS-Kindergartens von Dosso

  • Ziel des Programms
  • Situation der Kinder
  • SOS in Niger
  • Finanzierung

Ziel des Programms


Der Bau des SOS-Kinderdorfes wurde von verschiedenen SOS-Kinderdorf Vereinen finanziert. SOS Deutschland finanzierte den Bau von 4 Familienhäusern und SOS Schweiz finanzierte den Bau von 2 weiteren Häusern. SOS Niederlande finanzierte den Bau der Schule sowie des medizinischen Zentrums.
SOS Villages d’Enfants Monde hat sich bereit erklärt, die Finanzierung von 6 SOS-Familienhäusern für 60 Kinder im neuen SOS-Kinderdorf Dosso zu übernehmen. Im SOS-Kindergarten, der auch von SOS Villages d’Enfants Monde finanziert wurde, werden derzeit 66 Kinder des Dorfes und aus der Umgebung betreut. Ingesamt werden über 400 Kindern in dem SOS-Kinderdorf betreut.

Die Auswahl der Kinder fand in enger Zusammenarbeit mit der Regierung statt. Dies führte dazu, dass die pädagogischen Maßnahmen akzeptiert werden. Somit kann auch die Langwierigkeit des Projektes garantiert werden.

Situation der Kinder


Demographisch gesehen ist der Niger ein extrem junges Land - etwa 50% der Bewohner sind jünger als 14 Jahre. Wie so häufig stellen Kinder die schwächste Bevölkerungsgruppe in diesem so armen Land dar. Im Niger leben 970.000 Waisenkinder. Viele von ihnen wachsen ohne den Schutz einer liebevollen familiären Umgebung auf. Obwohl sie seit 1990 gesenkt werden konnte, ist die Sterblichkeitsrate der Kinder unter fünf Jahren mit 160 von 1.000 Lebendgeburten nach wie vor sehr hoch, und die Säuglingssterblichkeitsrate zählt zu den höchsten der Welt. In den Regionen Maradi und Zinder sterben 350 von 1.000 Kindern, bevor sie das fünfte Lebensjahr erreichen. 27% aller nigerianischen Kinder haben ein zu niedriges Geburtsgewicht, und etwa 40% aller Kinder unter fünf Jahren leiden an Untergewicht. Trotz einiger Bemühungen zur Senkung der hohen Unterernährungsrate von Kindern leiden viele an ernährungsbedingten Mangelerscheinungen. Die hohen Raten an Mangelernährung sind hauptsächlich auf das Fehlen altersgerechter Nahrungsmittel und einer grundlegenden Gesundheitsversorgung zurückzuführen.

Tausende von Kindern arbeiten im Kleinbergbau vor allem in den Uran-, Zinn- und Kohleminen, in denen die Löhne traditionell niedrig und die damit verbundenen Risiken umso höher sind. Andere riskieren ihr Leben bei der Arbeit in Steinbrüchen. Das Einkommen dieser Kinder reicht kaum für die Sicherung ihres eigenen Überlebens aus. Nach Angaben der ILO (International Labour Organisation) sind die Arbeitsbedingungen und -methoden für Kinder vergleichbar mit den Zuständen im mittelalterlichen Europa. Kinder sind zahlreichen Risiken, darunter Verletzungen durch Arbeitsgeräte, Verbrühungen durch heißes Wasser oder Verbrennungen durch offenes Feuer ausgesetzt.

Aufgrund der Arbeit in den Minen können Kinder häufig keine Schule besuchen. Ohne Bildung kann der Teufelskreis der Armut auch im späteren Erwachsenenalter nur schwer durchbrochen werden. Viele nigerianische Kinder werden durch religiöse Anführer, die auch als ‘Marabouts’ bekannt sind, sowohl im Niger selbst als auch in Mali und Nigeria zum Betteln gezwungen. Obwohl sich die Situation in den letzten Jahren etwas verbessert hat, ist die genitale Verstümmelung von Mädchen immer noch im ganzen Land weit verbreitet.

SOS in Niger


Die Arbeit von SOS-Kinderdorf im Niger begann in den 80er Jahren. 1993 öffnete das erste SOS-Kinderdorf am Rande der Landeshauptstadt Niamey seine Pforten. Unsere Organisation leitet auch SOS-Familienstärkungsprogramme, die ursprünglich zur Unterstützung von an HIV/AIDS erkrankten Familien ins Leben gerufen worden waren. Sie zielen darauf ab, vom Verlust der elterlichen Fürsorge bedrohten Kindern das Aufwachsen in einer liebevollen familiären Umgebung zu ermöglichen. Dafür arbeitet SOS-Kinderdorf Niger direkt mit Gemeinden und Familien zusammen, damit sie selbst besser für ihre Kinder sorgen können.

Derzeit unterstützt unsere Organisation die Kinder in Niger an landesweit drei verschiedenen Standorten durch Kindertagesstätten, Schulen und medizinische Zentren. Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder nicht länger bei ihren Familien bleiben können, finden liebevolle Aufnahme in einer familiennahen Umgebung, der SOS-Kinderdorf-Familie.

 
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Finanzierung


Unsere Organisation trägt zur Finanzierung dieses Projektes bei. Damit wir auch weiterhin unsere Arbeit nachhaltig fortführen können, brauchen wir Ihre Unterstützung.