Sensibilisierung

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit (EpB) hat zum einen das Ziel das Verständnis über verschiedenen Kulturen zu fördern, um gemeinsam den Globalisierungsprozess gerecht und nachhaltig gestalten zu können, zum anderen will sie  auf die Lebensbedingungen benachteiligter Bevölkerungsgruppen in afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Ländern aufmerksam machen.

CONCORD (die europäische Konföderation der Nichtregierungsorganisationen in der Not-und Entwicklungshilfe) definiert entwicklungspolitische Bildungsarbeit als ein aktiver Lernprozess der auf den Werten der Solidarität, der Gleichberechtigung, Inklusion und Kooperation beruht.

Dieses Bildungskonzept will zu Weltoffenheit und Empathie erziehen. Es ist inhaltlich und methodisch ganzheitlich orientiert; vermittelt fächerübergreifend Wissensinhalte und Kompetenzen zu Eine-Welt-Themen wie Globalisierung (die Konsumgesellschaft und ihre Folgen für die Menschen im Süden), Rassismus und Xenophobie, Verwirklichung der Menschenrechte (u. a. der Kinderrechte), Interkulturalität oder Nachhaltige Entwicklung. Die EpB sucht nach Ansätzen, um unsere Lebensstile und -verhältnisse sowie gesellschaftspolitische Themen in einen weltweiten Zusammenhang zu stellen und Denk- und Verhaltensänderungen bei uns im Norden im Sinne einer gemeinsamen Zukunftsentwicklung anzuregen. Sie fördert die Bereitschaft und Fähigkeit, Ziele nachhaltiger Entwicklung im sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Bereich zu verfolgen und sich an ihrer Umsetzung auf gesellschaftlicher und politischer Ebene zu beteiligen. 

Laut CONCORD ist Entwicklungspolitische Bildungsarbeit weit mehr als nur Kenntnisnahme von entwicklungspolitischen Prioritäten, es geht um das Verstehen und sich Bewusstwerden der Zusammenhänge zwischen Nord und Süd. EdP ruft alle Mitbürger dazu auf, sich für den Kampf gegen Armut, Diskriminierung und Ausgrenzung stark zu machen. EdP setzt sich für eine gerechtere und nachhaltigere Politik ein, sei es auf ökonomischer und sozialer Ebene oder jener der Umwelt oder Menschenrechte.

 


Die 3 Säulen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit
Die 3 Säulen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit sind: Sensibilisierung, Bewusstseinsbildung und politisches Engagement.

Die Sensibilisierung regt dazu das Bewusstsein bezüglich sozialer, ökologischer, wirtschaftlicher und politischer Tatsachen und Ungerechtigkeiten zu erweitern, in dem die Gründe und Konsequenzen der Armut erörtert werden.

Die Bewusstseinsbildung: Laut Paulo Freire ist Bewusstseinsbildung oder –Veränderung ein Prozess in dem Denk- und Verhaltensänderungen auf lange Sicht anregt werden.

Das politische Engagement (Lobbyismus) zielt auf die aktive Beeinflussung politischer Entscheidungen mit Auswirkungen auf die Entwicklung der Länder in Afrika, Asien oder Lateinamerika. Dabei bedarf es einer intensiven Zusammenarbeit unterschiedlichster Nichtregierungsorganisation, sowohl aus Luxemburg als auch aus den Partnerländern im Süden, der Zivilgesellschaft und den politischen Entscheidungsträgern.

In diesem Zusammenhang bietet SOS Villages d’Enfants Monde a.s.b.l. Workshops in Schulen und außerschulischen Organisation an, die auf innovativen und partizipativen Lernmethoden, wie z.B. Rollen-und Simulationsspielen, Diskussionen und Filmvorstellungen basieren.
SOS Villages d’Enfants Monde arbeitet auch stark mit anderen Nichtregierungsorganisationen zusammen um entwicklungspolitische Sensibilisierungskampagnen zu organisieren. So war SOS Villages d’Enfants Monde Mitglied des IDAY Konsortiums, das sich für Bildung in Sub-Sahara Afrika stark macht und hat sich aktiv in der RADELUX Arbeitsgruppe, die einen Schattenbericht zum Thema Kinderrechte in Luxemburg erarbeitet hatte, eingebunden und auch in der Plattform gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern mitgewirkt.

Für weitere Informationen zur entwicklungspolitischen Bildungsarbeit oder bei Interesse kontaktieren Sie bitte die Beauftragte für entwicklungspolitische Bildungsarbeit Eva-Maria Schmid unter 
evamaria.schmid@sosve.lu oder telefonisch unter 490 430 32.